Geschichte

Am 8. April 2005 trafen sich Vertreter des TSV Bad Berneck, der SpVgg Goldkronach und des ASV Nemmersdorf im Bernecker Sportheim, um die JFG Fichtelgebirge aus der Taufe zu heben. Dem Zusammenschluss unter dem Dach einer Jugendfördergemeinschaft war nicht nur die Arbeit von Monaten vorausgegangen, alle Vereinsmitglieder zu überzeugen und die bürokratischen Hürden des Verbandes zu überspringen. Vor allem hatte man schon über Jahre in den Stammvereinen um ausreichend Personal für Jugendmannschaften zu kämpfen, Spielgemeinschaften mit wechselnden Partnern gebildet und war endlich zum Schluss gekommen: Es geht nur gemeinsam.

Saison 2005/06: Erstes Kapitel einer Erfolgsgeschichte

Überraschend schnell wächst zusammen, was noch nicht lange zusammengehört: Trainer und Betreuer kooperieren reibungslos und auf dem Spielfeld ist nicht wirklich spürbar, dass hier die Jugendabteilungen dreier Lokalrivalen plötzlich gemeinsam auf dem Platz stehen. Jeweils in der untersten Klasse am Start, sind die Erwartungen zunächst eher zurückhaltend: Zusammenfinden, etablieren, nächstes Jahr angreifen. Doch schnell ist klar, dass bloßes Mithalten nun nicht mehr der Maßstab sein kann - hochsouverän dominieren C- und D-Jugend ihre Gruppen, A- und B-Jugend mischen munter vorne mit. Im November bejubelt die U15 den Herbsttitel, dann steht schon das JFG-Weinfest vor der Tür. Anfang Dezember organisiert die JFG den ersten NikolausCup in Bad Berneck, ehe es nach der Winterpause wieder auf dem grünen Rasen weitergeht: Am Ende der Saison steht für die U17 die Qualifikation für die Kreisklasse, für die D-Jugend der Aufstieg und - ein erster Höhepunkt - der Meistertitel für die U15 zu Buche. Die C-Jugend war ohne ein einziges Unentschieden mit der vollen Punktausbeute durch ihre Liga marschiert.


Saison 2006/07: C-Jugend ganz groß

Eine kleine Vorahnung, was diese Mannschaft auch in der neuen Liga zu leisten im Stande ist, bekommen die Zuschauer im Juni 2006. Quasi zum einjährigen JFG-Jubiläum bestreitet die U15 ein Vorbereitungsspiel gegen die SpVgg Bayreuth - und der frischgebackene Kreisklassist trotzt der ersten Garnitur des Bayernligisten nach Rückstand noch ein 1:1 ab! In der Punkterunde starten die Fichtelgebirgler nun schon mit drei Teams in der Kreisklasse. Als im Winter der zweite NikolausCup ansteht, liegen alle Teams hervorragend im Rennen. Bei der Landkreismeisterschaft schließlich gelingt der U15 endlich der ersehnte Coup: Nach der Finalniederlage im Vorjahr sichert sich die JFG souverän den Pokal! Die Fortsetzung in der Oberfrankenhalle, wo die Mannschaft wieder auf die Altstadt trifft, misslingt dagegen gründlich. Anders die Rückrunde: Zwar schafft "Sorgenkind" A-Jugend abermals nicht den Aufstieg - die U17 allerdings fixiert nach einigem Zittern den Klassenerhalt, die U13 wird Vizemeister ihrer Klasse; genau wie die U15, die dadurch sogar in die Kreisliga Bamberg/Bayreuth aufsteigt.

Saison 2007/08: Auf dem Weg nach oben

Das erste Spiel in der neuen Liga führt die C-Jugend nach Rattelsdorf, wo die JFG deutlich mit 8:1 die Oberhand behält und die ersten drei Punkte der Vereinsgeschichte aus dem Bamberger Land entführt. Während die U15 in der Kreisliga klar auf Kurs Klassenerhalt liegt, muss die neuformierte, junge D-Jugend eine Klasse tiefer zunächst lange bangen, ehe sich zum Ende der Hinrunde die ersten Erfolge einstellen. Schließlich reicht es für beide zum sicheren Ligaerhalt. Die B-Jugend eilt in der Kreisklasse von Sieg zu Sieg, muss nur in den Spitzenspielen zittern - und darf zum Schluss die Meisterschaft und den Aufstieg in die Kreisliga feiern. A propos feiern: Beim ersten Sommer-Event der JFG im Juni in Nemmersdorf bleiben die Besucher bis weit nach Mitternacht. Für Musik sorgt die Liveband "Sound Xpression". Sicher trägt zur guten Stimmung auch der am selben Tag errungene wichtige U19-Sieg gegen Mainleus bei - die ältesten JFG-Kicker sichern sich in diesem Jahr endlich den Titel und die legendäre A-Jugend-Meistermannschaft 2008 darf sich über den Aufstieg in die Kreisklasse feiern. Als dann alles entschieden scheint, trifft völlig überraschend noch die Nachricht vom Relegationsspiel der C2-Jugend ein, die um den Aufstieg in die Kreisklasse spielen darf. Ausnahmslos mit Spielern der JFG II angetreten, gelingt es den Fichtelgebirglern im Bayreuther FC-Stadion, den ASV Oberpreuschwitz zu bezwingen und den Aufstieg zu realisieren.


Saison 2008/09: Das Spieljahr der Superlative

Auch im Herbst 2008 finden sich die Teams in ihren Ligen gut zurecht - zum Ende der Hinrunde belegen alle ersten Mannschaften Spitzenplätze. Während es sich die ohnehin unabsteigbare D2 sich im Mittelfeld ihrer Gruppe bequem gemacht hat, steckt die C2 schon mitten im Abstiegskampf. Zum Auftakt der Hallensaison aber beweisen alle Altersklassen beim NikolausCup, dass mit ihnen in der kommenden Winterrunde zu rechnen ist. So kommt es dann auch: Die U13 scheitert erst im Halbfinale, A-, B- und C-Jugend werden beim Endspieltag Kreismeister. Der mit über 100 Fans besetzte JFG-Block jubelt, doch war das erst der Beginn. In der Oberfrankenhalle versammelt sich ein Viertel der 1000 Zuschauer im Oberrang der Blöcke K und I hinter dem Spruchband "Vorwärts Fichtelgebirge!" und peitscht die C-Jugend zunächst zu einem 5:0-Erfolg über Stadtvertreter FSV Bayreuth nach vorne. Das emotionale U17-Finale geht leider knapp verloren, doch dann folgt die große Überraschung: Unter dem Jubel der Bernecker, Gronicher und Nemmersdorfer Fans ringt die U19 den großen Favoriten SpVgg Bayreuth mit 2:1 nieder. Tags darauf titelt der Nordbayerische Kurier: "Frischer Wind aus dem Fichtelgebirge". Und selbst das sollte nur ein Zwischenstop sein. Zum Kreisfinale der U15 in Memmelsdorf reist die JFG mit einem Fanbus und etlichen Autos an, die C1 wird schließlich Dritter. Beim "Heimspiel", den Kreisfinals in Bad Berneck, revanchiert sich zunächst die U17, wirft die Altstädter aus dem Turnier und darf als Vizemeister hinter dem FC Bamberg zum Bezirksfinale fahren. Dann demonstriert die U19 bei einem 3:0 gegen die Altstadt nochmals ihre Stärke, wird schließlich - wie die U15 - Dritter. Das Medienecho ist riesig. Beim Bezirksfinale gibt es zwar für unsere B-Jugend nichts zu erben, doch die Euphoriewelle schwappt weiter durchs Fichtelgebirge. Auf dem grünen Rasen qualifiziert sich die U13 als Vizemeister für die Kreisliga, die C2 kann die Klasse leider nicht halten. Die U15 marschiert letztlich souverän zum Titel und steigt in die Bezirksoberliga auf. In einer unglaublichen Rückrunde hamstert die personell arg am Limit wandelnde U17 Punkt um Punkt, um schließlich unter großem Jubel die Meisterschaft zu feiern und der C-Jugend in die BOL zu folgen. Gegen Saisonende säumen dabei bisweilen dreistellige Zuschauerzahlen den Spielfeldrand an der Kronach. Das als Vizemeister zu bestreitende Relegationsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga verliert die U19 zwar, doch schließt sie damit ein JFG-Jahr ab, das nur ein Wort trefflich beschreiben kann: Wahnsinn.

Saison 2009/10: In der Elite angekommen

Nach den Aufstiegen der letzten Jahre darf sich die JFG Fichtelgebirge zur Elite im Fußballkreis Bamberg/Bayreuth zählen. Nun ist es das vorrangige Ziel, das Erreichte zunächst zu sichern und sich in den neuen Ligen zu etablieren. Dabei sieht sich die JFG in der B- und D-Jugend auf einem guten Wege, die C-Jugend kämpft in der BOL schwer um ihr sportliches Überleben, doch sieht man selbst einem möglichen Gang in die Kreisliga gelassen entgegen. Besonderes Augemerk liegt auf der A-Jugend, die in dieser Saison die Kreisklasse verlassen soll, um in allen Altersklassen mindestens Kreisliganiveau im Fichtelgebirge bieten zu können. Der NikolausCup, im Dezember 2009 in seiner mittlerweile 5. Auflage ausgetragen, hat sich als Eröffnung der Hallensaison im Raum Bayreuth vollends etabliert, namhafte Mannschaften gehören zu den gern gesehenen Gästen unter dem Bernecker Hallendach. Am Ende der Saison erreicht die D-Jugend auffällig unspektakulär den Klassenerhalt, zwei Spieltage vor Schluss steht für die B-Jugend fest: Auch im nächsten Jahr gibt es BOL-Fußball im Fichtelgebirge. Die C-Jugend muss tatsächlich absteigen, doch wichtiger ist: Die A-Junioren haben es endlich geschafft, als Meister steigen sie in die Kreisliga auf. Auf der Jahreshauptversammlung nehmen die Mitglieder den SV Röhrenhof als vierten Stammverein auf - ohne Gegenstimme.

 

Neueste Kommentare

Kommende Events

  • Es sind derzeit keine Events angekündigt

Jetzt registrieren

Werde jetzt gleich ein Teil des Vereins und trete der Community bei.

Fotos

team_c1-jugend.jpg